Dienstag, 30. Oktober 2012

Eingekocht- Zwetschkenmarmelade mal anders

Heuer hatte ich schon fast den Verdacht, es soll einfach nicht sein mit mir und den Zwetschken. Zweimal hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht- es hat so Salzburg-typisch geschüttet, dass uns der Weg zum Markt einfach  zu weit war.

Dann kam der Hamburg-Urlaub, wieder nix mit Zwetschken... In der Biokiste waren auch noch keine heuer, es sah also wirklich armselig aus bisher. Wobei ich ja dazusagen muss, dass ich sie nicht sooo dringend haben muss, aber der Mitgenießer liebt Zwetschkenmarmelade- diesen Wunsch wollte ich ihm doch erfüllen.
Ich nasche sie gerne, und sie gehören ja auch unbedingt zum Herbst, aber überlebensnotwendig sind sie für mich dann nicht.

Ja, und dann gibt es so nette Menschen wie Frau S. und Herrn R. Im Besitz von Zwetschkenbäumen -mit scheinbar unendlich vielen Früchten- haben sie an mich gedacht. Und nicht nur das, die Zwetschken wurden auch noch frisch geerntet aus dem Mühlviertel sozusagen frei Haus geliefert :-)
Danke nochmal!
Ein zweites Dankeschön gilt der besten Kollegin: Elisa, deine Fotos machen mir gleich beim Schreiben schon Appetit- dankeschön!


Foto: Elisa

Zwetschkenmarmelade an sich ist für Himbeerschoko natürlich zu wenig- da muss schon das gewisse Etwas dran... Noch während ich überlegte, fiel mir eines meiner Hamburg-Mitbringsel in die Hände: Köstliche Kakaobohnen! Da lässt sich doch was machen, oder?

Kakaobohnen an sich sind die Früchte des Kakaobaumes. Aber erst nach langwierigem Bearbeiten entfalten sie ihren verführerischen Geschmack: Ernten, fermentieren, rösten- so eine Kakaobohne muss schon einiges über sich ergehen lassen bevor wir sie als fertige Schokolade (oder was auch sonst) genießen können. Im nur fermentierten Stadion schmecken sie sehr bitter, erst durch das Rösten lässt sich ihre zarte Note erkennen.
Und solche fertig gerösteten Kakaobohnen habe ich mir aus Hamburg mitgenommen- die lassen sich auch ganz gut naschen. Links zwei ungeschälte Exemplare, rechts eine geschälte Kakaobohne. Heute aber kommen sie in unsere Marmelade:



Zwetschken-Apfelmarmelade mit Kakaobohnen

Zutaten:

1 kg Zwetschken
3 säuerliche Äpfel
Saft von 1 Zitrone
500-600 g Gelierzucker 2:1
10 Kakaobohnen verzehrfertig (gibts z.B. im Bioladen)
wers gern etwas weihnachtlich mag: noch 1/2 TL Zimtrinde, etwas gemahlene Nelken- habe ich aber ausgelassen!

Zubereitung:

Ich stelle immer schon vor der Marmeladenzubereitung eine kleine Glasschüssel ins Gefrierfach- so gelingt die Gelierprobe zwischendurch immer besonders schnell! Auch die Gläser zum Abfüllen am Besten schon vorher  bereitstellen.
Die Zwetschken feinsäuberlich waschen, halbieren, entkernen und dann in Würfel schneiden. Äpfel ebenso verarbeiten und gleich mit dem Zitronensaft vermischen.
Die Kakaobohnen in feine Stücke hacken.
Nun in einem großen Topf alle Zutaten gut vermischen und aufkochen. Die Masse einige Minuten (ca. 4 Minuten) köcheln lassen, dann eine Gelierprobe durchführen: einige Tropfen der Marmelade in das eiskalte Schüsselchen tropfen- so könnt ihr die Konsistenz prüfen. Wenn sie euch zu flüssig ist, einfach noch etwas weiterköcheln und nochmals eine Gelierprobe durchführen.

Wenn die Masse die gewünschte Festigkeit erreicht hat füllt ihr sie vorsichtig mit einem Trichter in die sauberen Gläser. Deckel drauf, auf den Kopf stellen und abkühlen lassen.

Und jetzt lasst es euch schmecken!

Weil Genuss so einfach sein kann!


Foto: Elisa


Kommentare:

  1. Wenn ich noch Platz hätte, würd ich glatt nochmal mit dem Marmelade kochen anfangen... Schön, dass unsere Zwetschken einem höheren Sinn zugeführt wurden :)
    Ich setze meine Hoffnungen einfach drauf, dass bei meinem nächsten Besuch noch etwas von eurer Marmelade zum Kosten da ist :)

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  2. Auf die Reste dieser Marmelade hat Mama schon alle Rechte angemeldet. O-Ton: Das ist die beste, die du je gemacht hast :-)

    Aber es kommt bestimmt noch so einiges nach heuer- nur die Zwetschken werden dann vllt ersetzt durch anderes Obst. Dann geht eine Ladung hoch in den Norden zu euch!

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